Lang lang ist es her aber wir sind immer noch unterwegs und haben beschlossen den Trip zu ende zu bringen. Am Ningaloo Reef war es schon recht frisch aber keine 500km weiter haben wir endgueltig die kurze Hose und die Flippen eingepackt. Da merkt man erst wie unwohl sich die Fuesse in geschlossenen Schuhen fuehlen. Auf dem Weg nach Perth bekamen wir dann den optischen Beweis fuer unsre ganzjaehrige Fehlplanung. Auf der Gegenfahrbahn reihte sich ein Camptrailer an den anderen, alle auf dem Weg in den nun angenehm warmen Norden. Kurz vor Perth gabs die Pinaclewueste mit ihren versteinerten Penisen.

In Perth haben wir zwei Naechte verbracht und waren froh mal wieder unter Menschen zu sein. Es war mal wieder ein Oelwechsel faellig und der Loehnsteuerjahresausgleich musste gemacht werden. Ausserdem mussten wir uns entscheiden ob wir weiter cruisen, das Auto verkaufen, irgendwo nach Asien flattern oder doch vielleicht nochmal arbeiten gehen. Asien war Peakseason, unser Wuestenschiff wollten wir noch nicht hergeben und arbeiten haette den Zeitplan durcheinander gebracht. Also gings weiter durch Margret River durch riesige Karriwaelder. Die ganzen schoenen Surfstraende wurden wegen eines Wetterdefizits ausgelassen. In Esperance gabs nochmal ein „Blowhole“ und eine herrliche Granitkueste mit grellweissen Sandstraenden und tuerkisblauem Meer. Der Highway nach South Australia hat den laengsten schnurgerade Abschnitt in ganz Australien mit knapp 150km und die anderen Abschnitte sind nicht viel kuerzer. Hier haben wir dann auch endlich wilde Kamele gesehen. Um genau zu sein es waren sechs Stueck. Fuenf lagen links und eines lag rechts am Strassenrand. Der Roadtrain der sie wohl erst vor ein paar Stunden alle auf einmal platt gefahren hat stand 100m weiter.

Ganz selten trifft man auch mal die ganz harten, die nach irgendeiner Eingebung meinen mal paar 1000km ueber den Highway durchs Niemandsland zu radeln. Den „Waverock“ haben wir zwar nicht gesehen, dafuer aber einen anderen in SA gefunden. Hier waren sogar nicht allzuweit entfern ein paar Orgelpfeifen zu sehen. Leider schon versteinert. Am 26. Juni hat sich die Suedhalbkugel vor den Mond geschoben und fuer eine halbe Mondfinsternis gesorgt. In die Flinders Range sind wir getreu unserem Motto wieder gegen den Strom von hinten in den Nationalpark gefahren. Hier sieht man verschiedene ueber 500mio Jahre alte Gesteinsschichten, die sich an die Oberflaeche schieben.

Nach dem geholper durch die Flinders hat unser Licht mal wieder keine Lust gehabt und unseren Aktionsradius um ein paar Stunden eingeschraenkt. In Adelaide nochmal ein wenig Motivation getankt und eine Grosstant von David besucht. Weiter gings nach Mt. Gambier, wo wir einen kompetenten Elektriker gefunden haben der den Fehler, einen verkohlten Stecker, nach 30 Minuten behoben hat. Uebergluecklich das es diesmal so schnell und „just in time“ geklappt hat gings Richtung Grampiens. Sind hier ein wenig durch die gegend gecruised, haben einer Horde Papageien unser letztes Brot verfuettert und am abend den Sonnenuntergang von „Balkonien“ aus angeschaut. Um das Deu – Spa Spiel anzuschauen haben wir in Halls Gap in das YHA-Hostel eingecheckt um 25$ fuer 3 Std schlaf zu bezahlen hatten dafuer aber einen grossen TV mit Kamin. Haetten ja vorher noch ein wenig geschlafen aber hatten einen Hawaianer in unserem Zimmer der hat geschnarcht, das hat die Welt noch nicht erleb. Der Vorteil eines Hostels ist man muss um 10h auschecken und so hatten wir genuegend Zeit um uns durchs „Wonderland“ zum Pinnacle zu schleppen und wieder runter zu rennen. Als naechste Station kam die Great Ocean Road mit ihren sechs „Zwoelf Aposteln“. Hier befindet sich mal wieder ein Sammelpunkt fuer halb Asien und vier Helicopter fliegen non-stop zahlungskraeftige Kunden durch die gegend. Direkt an die Great Ocean Rd grenzt der Otway NP. Ein Regenwald der seinem Namen alle Ehre gemacht hat und daher auch richtig nach Regenwald ausgesehen, vollgestopft mit riesigen Farnen. Achja und Wasserfaelle gabs natuerlich auch mal wieder. Jau und nun hocken wir grad in Melbourne, wollten eigentlich zwei Naechte hier verbrigen. Die Parkgebuehr ist aber teurer als ein teures Hostel und wie es in den billigen aussieht... Egal haben uns Melbourne eben bei Nacht angeschaut und suchen uns dann lieber wieder ein gemuetliches Plaetzchen im Gruenen.
Fotos bis Adelaide wurden aktualisiert der Rest folgt fals wir nochmal ein halbwegs taugliches Internetcaffe finden...